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Abenteuer "Rio" aus Sicht von Paul Kutscher 

Von Mitte bis Ende Juli waren die SCUW Schwimmer/Innen Maria Ugolkova, Sasha Touretski und Paul Kutscher als Trainer mit der Olympia Mannschaft im Swiss Swimming Pre Camp in Tenero. Sasha und Maria konnten sich in dieser Zeit super vorbereiten. Flemming Poulsen weilte in dieser Zeit mit Christoph Meier zwei Wochen in Rom im Trainingslager und reiste dann für weiter zwei Wochen Trainingslager nach Florida. (gleiche Zeitzone wie Rio) Auch Christoph konnte die Zeit vor Olympia optimal nutzen.

 

Am 1. August flog die Schweizer Delegation von Zürich direkt nach Rio de Janeiro. Die Olympia Mannschaft wurde gebührend verabschiedet. Die Zuschauerterrasse wurde gesperrt und es gab Musik, Essen und zu trinken und alles was das Herz begehrte. Jeder durfte bis zu drei Familienangehörige einladen.

 

Nach dem 12 stündigen Flug und der Busfahrt nach Barra waren sie dann endlich im Olympia Dorf angekommen. Jetzt hiess es Zimmer beziehen, frühstücken, kurz ausruhen und dann zum ersten lockeren Training. Die nächsten Tage waren vor allem zur Akklimatisation (5 Std. Zeitverschiebung). Zudem mussten sich die Athleten/innen auf die ungewohnten Wettkampfzeiten einstellen, fanden doch die Vorläufe jeweils von 13:00 bis 15:30 Uhr und die Finalläufe von 22:00 bis 0:30 Uhr statt. Man holte sich den letzten Schliff bevor dann am ersten Tag bereits einer der Höhepunkte der Damen, die 4x 100m Freistil Staffel, anstand. Auch Christoph Meier hatte über die 400m Lagen Distanz seinen Einsatz in Rio.

 

Die 4x 100m Freistil Staffel schwammen Maria Ugolkova (54.75), Sasha Touretski (55.28), Danielle Villars (55.37) und Naomi Girardet (55.84) in einem neuen Schweizer Rekord mit 3:41.02 (die alte Marke wurde gerade erst im Mai an der EM in London aufgestellt). Besonders Maria und Sasha zeigten eine super Steigerung gegenüber London. Maria schwamm als Startschwimmerin 54.75, was neue persönliche Bestzeit und neuer Schweizer Rekord bedeutete. Sie war in diesem Jahr die erste Schweizerin die unter 56 Sek. geblieben ist und jetzt unter 55 Sek. Sasha schwamm mit 55.28 über eine Sekunde schneller als in London. Die Staffel belegte am Schluss den 14. Platz und machte somit zwei Plätze gut auf die Qualifikation. Auch die Form der beiden SCUW Schwimmerinnen schien zu stimmen.

 

Christoph Meier schwamm, wie schon oft bei Grossanlässen, ein sehr beherztes Rennen und es zahlte sich aus. Mit 4:19.19 schwamm er zwei Sekunden schneller als je zuvor, was auch einen neuen Liechtensteinischen Rekord bedeutete.

Der erste Tag endete also für die drei SCUW SchwimmerInnen mit drei neuen Bestzeiten und drei Landesrekorden.

Weitere Auftritte hatten dann Maria über 200m Lagen am dritten Tag und 100m Freistil am fünften Tag, sowie Sasha die 50m Freistil am vorletzten Tag.

 

Über 200m Lagen konnte Maria leider nicht ihr ganzes Potential ausschöpfen. Nachdem sie die ersten 100m gut schwamm, war sie in der Teilstrecke Brust etwas übermotiviert und schwamm zu schnell, so dass ihr am Ende über 50m Freistil die Energie fehlte. Mit 2:13.77 schwamm sie ihre viert beste, je geschwommene Zeit, trotzdem fehlten am Schluss sieben Zehntelsekunden für die erhoffte Halbfinalqualifikation. Natürlich war Maria enttäuscht zumal das Halbfinale mit ihrer Bestzeit erreichbar gewesen wäre. Nach dieser Enttäuschung zeigte sie aber eine hervorragende Reaktion und schwamm gerade mal zwei Tage später eine gute Zeit über 100m Freistil. Sie ist mit 26.14 Sekunden sehr schnell angegangen, verlor am Schluss etwas an Tempo, hat aber die Zeit aus der Staffel bestätigt und blieb mit 54.85 erneut unter 55 Sekunden. Überraschend war, dass sie nur knapp drei zehntel vom Halbfinal entfernt war. Dies zeigt das grosse Potential das Maria hat, trotz ihren 27 Jahren oder gerade deswegen kann sie mit der Weltklasse mithalten.

 

Für Sasha Touretski galt es nach der Staffel sich sechs Tage optimal auf die 50m Freistil vorzubereiten. Es hat auch alles sehr zuversichtlich ausgesehen, aber leider bekam Sasha nach zwei Tagen Halsweh und etwas Fieber. Das warf Sasha ein wenig zurück, aber sie kämpfte sich wieder heran und wurde noch rechtzeitig wieder fit. Mit 25.66 konnte sie ihre gewünschte Zeit nicht erreichen. Selber sagte sie, (wie auch Maria vor den 200m Lagen) dass sie vor dem Start sehr nervös gewesen sei. Der Start und der Anschlag liefen auch nicht optimal.

Die beiden Girls und auch Christoph Meier konnten für die Zukunft enorm viel mitnehmen aus Rio und wir, (Flemming und Paul) sind sicher, dass sie das richtig umsetzen werden. Alle drei werden weiter schwimmen und schon bald wieder für den SCUW und die Schweiz/Liechtenstein im Einsatz stehen. Zuerst heisst es jetzt aber, die wohlverdienten Ferien geniessen.

 

Abschliessen noch zu erwähnen ist, dass die Stimmung im Dorf und im Schweizer Haus super war. Was aber in der Schwimmhalle jeweils abging war gigantisch. Das Schwimmstadion war für die Finals immer ausverkauft.

 

Wie heisst es doch so schön, nach den Olympischen Spielen ist vor den Olympischen Spielen.

Hoffentlich bis bald in Tokyo 2020.

 

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